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Dienstag, 14. November 2017

Gehirnwäsche für politisch Inkorrekte: Erste Menschenversuche

Ein Bonner Forscherteam experimentiert derzeit, wie man politisch auffällige Menschen per Psychopharmaka „heilt“. Die umstrittene Studie erinnert an finstere Zeiten der UdSSR, wo Dissidenten in die Psychiatrie gesteckt wurden.



Ein Forscherteam um den Bonner Psychiatrieprofessor Rene Hurlemann experimentiert derzeit mit Drogen um politisch inkorrekte Personen zu „heilen“.

Angeblich fremdenfeindliche Menschen wurden mit der als “Kuschelhormon” bekannten Substanz Oxytocin behandelt, um sie toleranter machen. Die Untersuchung erschien in der namhaften Zeitschrift PNAS unter dem Titel „Oxytocin-enforced norm compliance reduces xenophobic outgroup rejection“.

Dort wird ausführlich anhand „erfolgreicher“ Menschenversuche dargelegt, dass man angebliche Fremdenfeindlichkeit mit Oxytocin lindern kann. Die Droge wurde als Nasenspray verabreicht und musste mehrmals täglich eingenommen werden.

Kritik am Experiment

Das Experiment wurde stark kritisiert, da die Personengruppe offenbar nicht besonders definiert werden konnte: Beispielsweise war die als “fremdenfeindlich” ausgewiesene Gruppe gar nicht besonders fremdenfeindlich, sondern vor allem geizig.

Nach Verabreichung der Psychopharmaka kam es zwar angeblich zu einer Verhaltensänderung, doch auch diese zeigte keine eindeutige Ergebnisse. Angeblich gab es eine höhere Spendenbereitschaft, jedoch nicht spezifisch für Flüchtlinge, sondern auch für deutsche Bedürftige.

Dass die Redaktion von PNAS die zweifelhafte Studie dennoch unter dem Titel der Xenophobie/Fremdenfeindlichkeit veröffentlichten, wurde auch von Wissenschaftlern kritisiert.

Die aufmerksamkeitsökonomische Rechnung ging jedenfalls auf: Der Artikel ist einer der meistgelesenen der Zeitschrift.



Ethische Probleme

Für die vorliegende Studie haben sich Beamte und Psychiater des Landes Nordrhein-Westfahlen, finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, federführend Gedanken darüber gemacht, ob sich die Meinung einer ganzen Bevölkerungsgruppe psychobiologisch manipulieren ließe, eben durch einen hormonellen Eingriff in die Hirnaktivität.

In der Tradition des europäischen Humanismus, auf der auch unsere Demokratie und unser Rechtsstaat fußen, beruht politische Meinungsbildung aber nicht auf Propaganda, Drohungen, Zwang oder gar direkten Eingriffen ins Gehirn; sie geschieht ausschließlich durch Überzeugungsversuche mit Argumenten und Gründen.

Toleranz für andere Meinungen

Wenn jemand am Ende eines solchen Diskussionsprozesses immer noch anderer Meinung ist, dann gebietet es der Respekt vor unserem kulturellen Erbe, dem Menschen diese Meinung zu lassen – darum sind Gewissens- und Meinungsfreiheit als unveränderlicher Kern unseres Grundgesetzes und unserer Gesellschaft sogar von einer Ewigkeitsklausel geschützt (Artikel 79, Absatz 3).

Daher halte ich es für sehr problematisch, wenn Beamte und Psychiater sich nicht nur Gedanken darüber machen, sondern sogar in Experimenten untersuchen, ob sich die Meinung von Bürgerinnen und Bürgern psychobiologisch beeinflussen lässt – eben durch die Gabe von Oxytocin in Kombination mit sozialem Normdruck (konkret ging es um die Information, dass die Mitglieder einer anderen Gruppe spendenwilliger waren).

Das Ganze wird jedoch aberwitzig, wenn man es mit dem Gestus tut, der Demokratie einen Gefallen tun zu wollen.



Utopie des besseren Menschen

Ein besonders problematischer Vorschlag kommt von keiner geringeren als der schwedischen Bioethikerin Kathinka Evers von der Uppsala Universität: Sie machte den Vorschlag, neurowissenschaftliches Wissen derart zu verwenden, dass Intoleranz und Aggressivität biologisch-genetisch aus dem Menschengeschlecht verbannt werden. Tatsächlich hält sie dies sogar für eine moralische Pflicht.

Doch würde man von deutschen Psychiatern etwas mehr historische Feinfühligkeit erwarten: Wie oft sind denn schon die Versuche schief gegangen, Menschen durch Pillen, Spritzen, Elektroschocks oder gar Gehirnoperationen an gesellschaftliche Normen anzupassen? Während der beiden Weltkriege waren es die „Kriegszitterer“, noch bis in die 1970er Jahre die Schwulen.

Es ist die Aufgabe der Psychiatrie, psychisch kranken Menschen zu helfen, nicht politische Probleme zu lösen.

Quelle: PravdaTV

1 Kommentar:

Ernstjoachim Müller hat gesagt…

Es wird immer aberwitziger bei uns
Es ist nicht nur die Fremdenfeindlichkeit die mehr und mehr bei uns um geht
Es sind auch die sozialen Probleme die einhergehen mit fremden Menschen
Fast alle kommen aus einer für uns Europäer/Deutschen anderen Anschauung was das tägliche Leben betrifft
Sei's die Ernährung sei's die Umwelt sei's das Miteinander sei's die Kultur sei's die politische Einstellung sei's die Toleranz anderen gegenüber sei's das Verhältnis zwischen Mann und Frau sei's die Gerichtsbarkeit sei's das man sich nicht verständigen kann weil viele nicht bereit unsere Sprache lernen zu wollen sei's der Schulunterricht sei's der Unterschied zwischen derer/deren und unserer Geschichte und so weiter
Die Verhältnismäßigkeit stimmt nicht (mehr) das ist mit ein Grund weshalb viele nicht (mehr) einverstanden sind von Deutschen das immer noch mehr Migranten Flüchtlinge zu uns strömen
Darüber sollte nachgedacht werden nachgedacht sein
Und Ihr meint mit Oxytocin ein politisches Problem zu lösen
Man kann wirklich nur noch die Hände übern Kopf zusammenschlagen über soviel Hilflosigkeit Hirnlosigkeit staunen
Weshalb startet man nicht eine Befragung der Bevölkerung der deutschen Bevölkerung dann werdet Ihr antworten bekommen die Euch nicht erfreuen dürfte/n
Wie einfach seit Ihr zu meinen anhand eines Medikament eine Meinung in die von Euch gewünschte Richtung zu ändern zu verändern
Für solchen Unsinn werden Steuergelder verplempert
Das ist Wahnsinn
Billiger geht's nicht... oder anders ausgedrückt
Wie billig